Vier Tote bei Angriff im Südsudan
Einen Tag vor dem Unabhängigkeitsreferendum im Südsudan sind dort nach Angaben der Streitkräfte am Samstag vier Menschen bei einem Rebellenangriff getötet worden. Dem Rebellenführer Gatluak Gai nahe stehende Kämpfer griffen demnach Truppen der Volksbefreiungsarmee (SPLA) in der an Erdöl reichen Region Unity State an. Beim Gegenangriff wurden vier von Gais Männern getötet und sechs verwundet.
UNO-Generalsekretär Ban rief alle Seiten zu Ruhe und Besonnenheit auf. Die Volksabstimmung müsse im Geiste von Brüderlichkeit und Frieden abgeschlossen werden, erklärte der Südkoreaner am Samstag in New York. Alle Parteien des Friedensabkommens müssten dafür sorgen, dass die Abstimmung frei, gerecht und sicher sei. Die Vereinten Nationen würden ihren Teil dazu beitragen.
Die USA machten unterdessen rasche Fördergelder für den Nordsudan von dem reibungslosen Verlauf des Unabhängigkeitsreferendums abhängig. Eine engere Zusammenarbeit darüber hinaus gebe es jedoch nur unter der Voraussetzung, dass der Friedensprozess in der Krisenregion Darfur weiter voranschreite, sagte John Kerry, Vorsitzender des Komitees für auswärtige Beziehungen im Senat.
Für die sieben Tage dauernde Volksabstimmung haben sich 3,9 Millionen der etwa 8,7 Millionen Einwohner im mehrheitliche christlichen Süden des Landes registrieren lassen. Das Referendum am Sonntag ist Teil des Friedensabkommens von 2005, mit dem der Bürgerkrieg im Sudan beendet wurde, und wird vermutlich eine Teilung des Landes zur Folge haben.












