Fünf Verletzte bei Unruhen in Tunesien
Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei sind in Tunesien nach Augenzeugenberichten mindestens fünf Menschen verletzt worden. Die Polizei habe im Ort Saida im Zentrum des Landes Tränengas eingesetzt und auf Demonstranten geschossen, hieß es am Samstag. Die Demonstranten hätten ihrerseits eine Polizeiwache mit Steinen angegriffen.
Eine offizielle Bestätigung für die Ereignisse am Vorabend gab es zunächst nicht. Die seit mehreren Wochen anhaltenden Proteste in Tunesien werden vor allem von jungen Leuten getragen, die ihre Perspektivenlosigkeit beklagen.
Ein junger Hochschulabsolvent, der sich als Gemüsehändler durchschlug, hatte sich aus Verzweiflung auf einem Marktplatz in Brand gesteckt und war einige Tage später an seinen Verletzungen gestorben. Mittlerweile haben sich die Proteste ausgeweitet, auch Rechtsanwälte und Lehrer haben sich an Demonstrationen beteiligt. Menschenrechtsorganisationen werfen der tunesischen Regierung Zensur und hartes Vorgehen gegen Journalisten vor.












