Getöteter Gouverneur in Pakistan beigesetzt

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Unter massiven Sicherheitsvorkehrungen ist der bei einem Attentat getötete Gouverneur der ostpakistanische Provinz Punjab beigesetzt worden. Nach Medienberichten nahmen am Mittwoch rund 3.000 Menschen an der Trauerfeier für Salman Taseer in Lahore teil, darunter Premierminister Gilani. 4.000 Polizisten waren im Einsatz. Behörden und Geschäfte blieben geschlossen.
Zuvor hatte die Regierung eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Taseer, ein Vertrauter von Staatschef Zardari, war am Dienstag in Islamabad von einem seiner Leibwächter erschossen worden. Als Grund hatte der Täter die Kritik des Gouverneurs am sogenannten Blasphemie-Gesetz angegeben. Dieses ermöglicht Gerichten, Menschen wegen "Gotteslästerung" zum Tode zu verurteilen. Taseer hatte sich für eine Abschaffung des Gesetzes stark gemacht, nachdem im November gegen eine Christin aus Punjab die Todesstrafe verhängt worden war.
Mehrere einflussreiche islamische Gruppen riefen ihre Anhänger nach dem Mord an Gouverneur Taseer dazu auf, nicht an dessen Begräbnis teilzunehmen. "Wer Menschen, die sich der Blasphemie schuldig gemacht haben, mit Nachsicht begegnet, ist selbst blasphemisch", heißt es in einer am Dienstagabend veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der Gruppen. Radikale Muslime in Pakistan machen seit Wochen gegen eine mögliche Lockerung des Gesetzes mobil.
International wurde die Tat verurteilt. US-Außenministerin Clinton bezeichnete Taseers Tod am Mittwoch als großen Verlust. Die katholische pakistanische Bischofskonferenz reagierte mit Trauer auf den Tod Taseers, wie Kathpress meldet.













