Schönborn hofft auf neue "Zeit der Gottsuche"

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Kardinal Schönborn appelliert in seiner traditionellen Silvesteransprache im ORF-Fernsehen an die Hilfsbereitschaft der Menschen in Zeiten der Wirtschaftskrise. "Die wirtschaftlichen Perspektiven werden enger. Das Herz darf nicht enger werden", so Schönborn: "Ich wünsche mir, dass wir ein waches Herz bewahren für die Not des anderen." Er hofft zudem auf eine neue "Zeit der Gottsuche".
"Sorgenvoll" fällt sowohl der Rückblick Schönborns auf das abgelaufene Jahrzehnt (Stichwort: Wirtschafts- und Finanzkrise) als auch der Ausblick aus. Die Perspektiven für die kommenden Jahre seien "schwierig" - etwa die alternde Bevölkerung, die Finanzierung des Pensionssystems, die knapper werdenden Ressourcen und die weitere Entwicklung der Zuwanderung. "Alles Fragen, die uns Sorgen bereiten für das neue Jahrzehnt", so Schönborn.
Besorgt zeigt sich Schönborn auch über den Bedeutungsverlust der Religion in Österreich, er hofft aber zugleich auf eine neue "Gottsuche". "Viele sagen, die Religion verliert immer mehr an Bedeutung. Meine große Hoffnung ist, dass wieder eine Zeit der Gottsuche kommt", sagte der Kardinal. Schönborn wünscht sich daher sowohl ein "waches Herz" für die Not der anderen als auch ein "dankbares Herz": "Dankbar auch in schwierigen Zeiten für das, was der oft verborgene Gott uns doch wirklich auch gegenwärtig schenkt."













