Terrorgruppe bekannte sich zu Anschlag in Mossul
Am Mittwoch sind Selbstmordattentäter in der Stadt Mossul im Nordirak in ein Polizeigebäude eingedrungen und haben dabei vier Beamte getötet - weniger als bisher angenommen. Zwei der Attentäter zündeten ihren Sprengstoffgürtel, der Dritte wurde erschossen, bevor er sich in die Luft sprengen konnte, stellten Sicherheitskreise in der Metropole im kurdischen Autonomieregion klar.
In ersten Meldungen hatten lokale Medien von bis zu neun getöteten Polizisten berichtet. Zu dem Anschlag bekannte sich inzwischen eine der Terrororganisation Al-Kaida nahestehende Gruppierung. Die Organisation Islamischer Staat Irak erklärte in einer im Internet verbreiteten Mitteilung, sie habe Oberstleutnant Shamil Ahmed al-Jaburi bereits im Vorfeld mehrmals angegriffen. Dennoch habe er sich nicht davon abhalten lassen, gegen die Al-Kaida zu kämpfen. "Heute war der entscheidende Tag," hieß es.
Das Hauptquartier des 1. Sonderbataillons der irakischen Polizei in der Provinz Ninive stürzte nach den Explosionen ein. Das Sonderbataillon war in der Vergangenheit immer wieder gegen Aufständische in Mossul und Umgebung vorgegangen.
Rettungskräfte suchten in den Trümmern des Gebäudes nach möglichen weiteren Opfern. Allerdings hielten sich zum Zeitpunkt des Anschlags in der Früh wohl nur wenige Menschen dort auf, da der Arbeitstag noch nicht offiziell begonnen hatte.












