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Zuletzt aktualisiert: 26.12.2010 um 11:47 UhrKommentare

Niederlande: Terrorverdächtige beteuern Unschuld

Nach der Festnahme von zwölf Somaliern wegen eines angeblich kurz bevorstehenden Terroranschlags in den Niederlanden haben Angehörige die Männer als unschuldig bezeichnet.

Foto © APA

Die Festgenommenen hätten "nichts mit Terrorismus zu tun", sagte der Bruder eines Verdächtigen der Zeitung "De Telegraaf". Die Staatsanwaltschaft will am Montag bekanntgeben, was weiter mit den aus dem ostafrikanischen Bürgerkriegsland Somalia stammenden Männern im Alter zwischen 19 und 48 Jahren geschehen soll. Sie waren am Heiligen Abend von Kommandos der Antiterrortruppe DSI der niederländischen Polizei in Rotterdam festgenommen worden.

Der Einsatzbefehl war nach einer Warnung des niederländischen Geheimdienstes AIVD erfolgt, dass "eine Anzahl Somalier in Kürze einen terroristischen Anschlag in den Niederlanden verüben will", teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die DSI-Beamten stürmten einen Internetshop, vier Wohnungen und zwei Hotelzimmer. Sie beschlagnahmten elf Computer. Jedoch fanden sie weder Waffen noch Sprengstoff, wie die Staatsanwaltschaft einräumte. Auch ein konkretes Anschlagsziel sei nicht bekanntgeworden.

"Wir sind ganz normale, hart arbeitende Menschen. Das muss ein großes Missverständnis sein", sagte ein Mann namens Nuur Reportern in Rotterdam. Sein Bruder Osman M.F. ist laut "De Telegraaf" unter den zwölf Festgenommenen. Er soll der Besitzer des gestürmten Internetshops sein. Nach Angaben Nuurs, der seit zwölf Jahren legal in den Niederlanden lebt, kam sein Bruder vor sechs Jahren aus Deutschland nach Rotterdam. Er hat angeblich die deutsche Staatsbürgerschaft.

Bei den niederländischen Behörden gab es dafür am Sonntag keine Bestätigung. Mehrere der Terrorverdächtigen haben die niederländische Staatsbürgerschaft, sagte ein Polizeisprecher. Sechs von ihnen hätten in Rotterdam gewohnt. Fünf hätten keinen festen Wohnsitz und einer der Somalier sei aus Dänemark angereist.


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