Bundespolitiker spielen und lesen zu Weihnachten
Die Bundespolitiker verbringen die Feiertage zu Hause. Dann gehen einige Schi fahren, zwei nützten die Zeit für Kurztrips ins Ausland.

Foto © ORF / Licht ins DunkelBundespräsident Fischer nimmt Anrufe für Licht ins Dunkel entgegen
Einer arbeitet sogar am 25.12.. Bundeskanzler Werner Faymann besucht eine Polizeiwachstelle in Wien und das Krankenhaus im burgenländischen Oberwart. Am Dienstag erwartet er im Kanzleramt die Sternsinger der katholischen Jungschar. Silvester wird die Familie Faymann wie jedes Jahr in einer Pension in Lech am Arlberg feiern.
Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll erholt sich von den Strapazen der Budgeterstellung zuerst in Wien, dann in der Heimat seiner Frau, Gabi Pröll, in Tirol. Dort will er endlich die Muße finden, mit Geert Maks "In Europa" eine Gedankenreise durch das 20. Jahrhundert zu machen. Bundespräsident Heinz Fischer pendelt dieser Tage zwischen Wien und seinem Amts-Wochenendhaus in Mürzsteg. Was er lesen wird, "hängt vom Christkind ab".
Die beiden jungen Mütter in der Spitzenpolitik bleiben in Wien. Justizministerin Claudia Bandion-Ortner wird sich wohl mit dem iPod beschäftigen, den sie ihrem Sohn unter den Baum gelegt hat. Die Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, wird mit ihren Söhnen "spielen, spielen, spielen" und ihnen Geschichten von den Barbapapas vorlesen. Wenn sie daneben noch Zeit finden, will Bandion-Ortner "Theo" lesen, in dem "Standard"- Autor Daniel Glattauer das Heranwachsen seines Neffen beschreibt. Glawischnig hat sich T.C. Boyles Roman "Grün ist die Hoffnung" sowie Bestseller des deutschen Philosophen Richard David Precht vorgenommen.
Die in der Bundesregierung für Kindergärten, Schulen und Universitäten Zuständigen, Reinhold Mitterlehner, Claudia Schmied und Beatrix Karl, müssen über die Feiertage Kraft tanken, soll 2011 doch, so lautet der Neujahrsvorsatz vieler Minister unisono, das "Jahr der Bildung" werden. Mitterlehner wird in Oberösterreich Verwandte besuchen, Eisstockschießen und tarockieren. Schmied entspannt sich im Kreise ihrer Familie im niederösterreichischen Puchberg am Schneeberg. Bei der Lektüre legt sie heuer einen Schwerpunkt auf das Werk Friedrich Dürrenmatts. Karl verbringt ein paar Tage bei ihrer Familie in Graz und liest Arno Geigers Erfolgsroman "Alles über Sally", der die Geschichte eines nebeneinander alternden Ehepaares erzählt.
Infrastrukturministerin Doris Bures hat ihrer Familie einen Schiurlaub in Tirol geschenkt und sich selbst den jüngsten Roman des großen amerikanischen Schriftstellers Jonathan Franzen, "Freiheit". BZÖ-Bundesobmann Josef Bucher hat am 24. im Hotel seiner Eltern in Friesach die Gäste bekocht und wird noch bis ins neue Jahr in Kärnten bleiben.
Gesundheitsminister Alois Stöger und Nationalratspräsidentin Barbara Prammer besuchen jeweils die Eltern in Oberösterreich. Zu Silvester wird Prammer zurück in Wien erwartet, wo sie sich die Premiere von "Der rote Prophet", der ersten Folge der Serie "Kreisky - wer sonst?" im Schauspielhaus anschauen will. 2011 jährt sich der Geburtstag Bruno Kreiskys zum 100. Mal. Der rote Finanzstaatssekretär Andreas Schieder war ein Jahr alt, als Kreisky zum Kanzler aufstieg. Er hat sich dessen Biografie, verfasst vom Spitzendiplomaten Wolfgang Petritsch, aufs Nachtkastl gelegt.
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek verbringt drei Tage mit ihrem Mann in Venedig, im Gepäck hat sie den zeitgeschichtlichen Roman "Stadt der Engel" von Christa Wolf. FPÖ-Bundeschef Heinz Christian Strache will für ein paar Tage in die Sonne fliegen.
Am fleißigsten ist Reinhold Lopatka. Der schwarze Finanzstaatssekretär verbringt das Wochenende bei seiner Familie in Hartberg. Ab Montag wird er, der sich schon keinen Sommerurlaub gegönnt hat, wieder im Büro in Wien sitzen.














