Timoschenko wird wegen Amtsmissbrauchs vernommen

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Die ukrainische Staatsanwaltschaft hat am Mittwoch mit der Vernehmung der früheren Ministerpräsidentin Julia Timoschenko wegen mutmaßlichen Amtsmissbrauchs begonnen. Wie ein Sprecher der Behörde mitteilte, droht der Politikerin im Falle einer Verurteilung eine Haftstrafe von sieben bis zehn Jahren. Timoschenko wird die Veruntreuung von rund 210 Millionen Euro vorgeworfen.
Diesen Betrag hatte die ukrainische Regierung unter dem pro-westlichen Präsidenten Viktor Juschtschenko im Rahmen des Kyoto-Abkommens für den Verkauf von Emissionszertifikaten erhalten. Timoschenko räumte ein, die Gelder inmitten einer schweren Wirtschaftskrise für die Auszahlung von Renten ausgegeben zu haben. Sie habe diese aber später in den Fonds zurückgeführt und für Umweltprojekte verwendet.
Timoschenko gilt als erbitterte Gegnerin des amtierenden Präsidenten Janukowitsch und bezeichnete die Ermittlungen als inszenierte Kampagne gegen die Opposition. Mehrere Mitglieder aus Timoschenkos früherem Kabinett sind seit Janukowitschs Amtsantritt bereits strafrechtlich verfolgt worden.












