Reporter ohne Grenzen spiegelt Wikileaks

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Reporter ohne Grenzen (ROG/RSF) werden ab heute, Mittwoch, die Webseite der umstrittenen Internetplattform Wikileaks spiegeln. Die Seite ist unter der Adresse wikileaks.rsf.org zu finden. "Wikileaks hat das Recht, Informationen ungehindert zu verbreiten. Unsere Aktion ist eine Geste der Unterstützung dieser Meinungsfreiheit", begründete die Organisation ihre Entscheidung in einer Aussendung.
Eine langfristige Kooperation werde von Wikileaks' weiteren Aktivitäten und zukünftigen Inhalten abhängen. "Wir kämpfen für den freien Informationsfluss, aber auch für den Schutz der Quellen, ohne die investigativer Journalismus nicht existieren könnte", betonte RSF. Mit der Veröffentlichung der US-Depeschen habe Wikileaks eine große Menge bisher unveröffentlichter Daten an international führende Zeitungen sowie der Öffentlichkeit bereitgestellt. Die Bedrohungen und die Versuche, Wikileaks zu schließen, seien als Angriff auf Artikel 10 (Freiheit der Meinungsäußerung) der Europäischen Menschenrechtskonvention zu werten.
Am Abend um 18:00 Uhr haben Reporter ohne Grenzen auf dem Wiener Schwarzenbergplatz zu einer Kundgebung für Wikileaks gerufen. Geplant ist ein "rotes Lichtermeer", die Teilnehmer wurden aufgefordert, in roter Kleidung zu erscheinen. Es soll ein Signal gesetzt werden. "Wenn etwa internationale Unternehmen uns in unserer Handlungsfähigkeit und Meinungsäußerung einschränken, indem sie unsere Spenden an Wikileaks einfrieren, dann herrscht tatsächlich Alarmstufe Rot", hieß es. Neben Rubina Möhring, die Präsidentin von ROG Österreich, wird auch der Generalsekretär von Amnesty International Österreich, Heinz Patzelt, eine Rede halten.













