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Zuletzt aktualisiert: 21.12.2010 um 20:03 UhrKommentare

Land Kärnten schafft Pragmatisierungen ab

Knalleffekt bei den Lohnverhandlungen für Kärntens Landesbedienstete am Dienstag: 58 Landesbedienstete werden noch pragmatisiert - dann ist diese Art des Kündigungsschutzes Geschichte. 26,50 Euro Lohnerhöhung für alle.

"Ins Wasser gefallen" - Kärnten schafft Pragmatisierungen ab

Foto © Fotolia"Ins Wasser gefallen" - Kärnten schafft Pragmatisierungen ab

Als erstes Bundesland Österreichs schafft man die Pragmatisierung ab. Noch 58 Landesbedienstete, die ihre Dienstprüfung bereits absolviert haben, werden noch bis 1. Jänner 2012 pragmatisiert. "Ein epochaler Schritt", so Wirtschaftsreferent Josef Martinz (ÖVP), der gemeinsam mit Finanzreferent Harald Dobernig (FPK) für die Landesbediensteten zuständig ist. "Die Personalvertretung hat der Abschaffung der Pragmatisierung, da es auch bisher keinen Rechtsanspruch gab, ihr einstimmiges Okay gegeben", so Herwig Rettenbacher, Obmann der Zentralpersonalvertretung. "Das Ja kam, weil wir ab Jänner 2011 endlich die Besoldungsreform verhandeln - eine langjährige Forderung von uns", klärt er Hintergründe auf. Dann würden Einstiegsgehälter für junge Bedienstete steigen, was wegen der heuer vollzogenen Pensionsreform im Landesdienst nötig sei. Rund 2000 der 4200 Arbeitnehmer in der Landesverwaltung sind pragmatisiert. Das bringt Kündigungsschutz und mehr Gehalt. Ein C-Beamter verdient ein Endgehalt von 2786 Euro brutto im Monat, ein gleichewertiger Vertragsbediensteter 2404 Euro: "Diese Unterschiede machten die Pragmatisierung bisher attraktiv", sagt Rettenbacher.

Als Lohnerhöhung 2011 erhalten alle 18.200 im Land, in den Krankenanstalten und den Gemeinden Beschäftigten 26,50 Euro pro Monat mehr. Das sei sozial, sagt der Personalvertreter.

PHILIP STOTTER

Pragmatisierung

45 Prozent der 4200 Mitarbeiter in der Landesverwaltung sind pragmatisiert.

Unkündbarkeit und de jure Versetzungsschutz gehören dazu.

Ein pragmatisierter C-Beamter verdient am Ende seiner Laufbahn um brutto 382 Euro mehr, als ein gleich beschäftigter Vertragsbediensteter.

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