Iran für Abbruch der Beziehungen zu London
Der Sicherheits- und Außenpolitische Ausschuss des iranischen Parlaments hat sich am Sonntag für den Abbruch aller Beziehungen zu Großbritannien ausgesprochen.

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Das teilte ein Mitglied des Gremiums, Mohammad Karami-Rad, dem iranischen Sender Press TV nach der Abstimmung mit. Grund für die Entscheidung seien Äußerungen des britischen Botschafters Simon Gass zur Menschenrechtslage im Iran und die wiederholten "feindlichen Akte" der britischen Regierung gegen das Land. Laut Karami-Rad muss noch im Plenum über den Abbruch der Beziehungen zu London abgestimmt werden, bevor dieser in Kraft treten kann.
Gass hatte am 9. Dezember auf der Website der britischen Botschaft eine Erklärung anlässlich des Tags der Menschenrechte veröffentlicht. Darin hieß es laut Press TV unter anderem, die Verteidiger der Menschenrechte seien nirgendwo so bedroht wie im Iran. Seit dem Vorjahr seien viele von ihnen bedrängt und eingesperrt worden.
Der staatliche iranische Sender kommentierte, Grass habe seine Bemerkungen zu einer Zeit gemacht, "als die britische Regierung Studentenproteste brutal niederschlagen ließ". Der Ausschuss-Vorsitzende Alaeddin Boroujerdi machte zudem Großbritannien für den Terroranschlag auf eine schiitische Moschee in der südostiranischen Hafenstadt Chabahar am vergangenen Mittwoch verantwortlich. Dabei waren 38 Menschen ums Leben gekommen.












