Südkorea verschob umstrittene Militärübung
Südkorea hat seine von Nordkorea scharf kritisierte Militärübung verschoben. Das Manöver werde aufgrund schlechten Wetters nicht planmäßig beginnen, teilte Südkorea am Sonntag mit. Eine Absage des Vorhabens sei aber nicht geplant. Nordkoreas Militär hatte zuvor gewarnt, man werde "gnadenlos" zurückschlagen, sollte die Grenze zu seinen Hoheitsgewässern verletzt werden.
China und Russland wollten sich bei einer Sondersitzung des UNO-Sicherheitsrats noch am Sonntag um Entspannung bemühen. Der russische Außenminister Lawrow und sein chinesischer Kollege Yang vereinbarten ein gemeinsames Vorgehen der beiden Vetomächte in der Korea-Frage. Das berichteten am Sonntag russische Medien.
"Russland ist bereit, sich zusammen mit China um eine Milderung der Spannungen auf der (koreanischen) Halbinsel zu bemühen", wurde Lawrow zitiert. Yang und Lawrow telefonierten wegen der Krise miteinander und riefen alle in den Konflikt verwickelten Parteien zur Mäßigung auf. Die Situation habe sich in letzter Zeit verschlechtert und könne dies noch weiter tun, sagte Yang der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge.
China hatte zuvor erneut seine Besorgnis wegen der Spannungen auf der Halbinsel bekundet. Die Lage sei "extrem unsicher, hoch kompliziert und sensibel", hieß es in einer Erklärung von Vizeminister Zhang Zhijun, aus der Xinhua zitierte.
Der Sicherheitsrat wollte um 17.00 Uhr MEZ zusammenkommen. Russland hatte die Sitzung für Samstag beantragt und zeigte sich verärgert über den späteren Termin. Die Entscheidung der amtierenden Ratsvorsitzenden des höchsten UNO-Gremiums, US-Botschafterin Rice, sei "bedauerlich" und ein Abweichen von der geltenden Praxis, sagte der russische UNO-Botschafter Tschurkin.












