Obama legt Lagebericht zu Afghanistan-Einsatz vor
Ein Jahr nach Ankündigung seiner neuen Afghanistan-Strategie will US-Präsident Obama am Donnerstag einen Lagebericht zum Verlauf des Einsatzes vorlegen.

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Wie im Voraus bekannt wurde, vermeldet der Bericht eine gemischte Bilanz. Zwar gebe es Erfolge bei der Eindämmung der radikalislamischen Taliban, zugleich wird aber vor einer anhaltend schwierigen Lage für die Truppen gewarnt.
Obama reklamierte zudem vor Vorstellung seiner neuen Strategie für den Krieg in Afghanistan Fortschritte im Kampf gegen die Aufständischen. In einem Schreiben an führende Mitglieder des Kongresses erklärte der US-Präsident, es gelinge zunehmend, die Aufständischen schrittweise zurückzudrängen. Die umstrittene Truppenaufstockung habe dabei geholfen, die Taliban-Rebellen in einer Reihe strategisch wichtiger Regionen an den Rand von Bevölkerungszentren zu drängen, schreibt Obama.
Allerdings äußert sich der Report laut Medienberichten kritisch zur Rolle Pakistans als Rückzugsgebiet für die islamistischen Kämpfer und über die afghanische Regierung. Präsidentensprecher Robert Gibbs hatte bereits erklärt, die Schlussfolgerungen des Reports würden niemanden überraschen, der die Entwicklungen am Hindukusch verfolge. Zugleich werde das Papier aber zeigen, dass der Truppenabzug wie geplant im Juli 2011 "beginnen kann und sollte". Der Kampfeinsatz von derzeit rund 130.000 internationalen Soldaten in Afghanistan soll 2014 auslaufen.
Präsident Obama hatte im Dezember 2009 seine neue Strategie für den Krieg am Hindukusch verkündet und einen Bericht über den Verlauf der Mission nach zwölf Monaten versprochen. Das US-Militär hat die Aufgabe, das Land nachhaltig zu befrieden und die Verantwortung schrittweise an die afghanische Regierung zu übergeben. 2010 war für die internationale Schutztruppe ISAF das verlustreichste Jahr seit Beginn des Einsatzes 2001.












