UNO-Sicherheitsrat-Erklärung zu Cote d'Ivoire
Nach dem umstrittenen Ausgang der Präsidentenwahl im westafrikanischen Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) hat sich nun auch der UNO-Sicherheitsrat hinter Oppositionsführer Alassane Ouattara gestellt. Die Mitglieder des höchsten UNO-Gremiums riefen in einer am Mittwoch verabschiedeten Erklärung alle Seiten auf, das offizielle Wahlergebnis anzuerkennen.
Zugleich drohte der Sicherheitsrat indirekt mit Sanktionen, sollte der Frieden im Land gefährdet oder die UNO-Projekte vor Ort beeinträchtigt werden. Damit stärkte der UNO-Sicherheitsrat Ouattara, der von der Wahlkommission in Cote d'Ivoire ursprünglich zum Sieger erklärt worden war. Der Verfassungsrat, dessen Vorsitzender ein Vertrauter von Amtsinhaber Laurent Gbagbo ist, ließ daraufhin zahlreiche Stimmen für ungültig erklären und bezeichnete schließlich Gbagbo als Gewinner. Der Präsident kontrolliert weiterhin die Armee des Landes und hat Rufe nach seinem Rücktritt als Einmischung in die inneren Angelegenheiten zurückgewiesen.
Zuvor hatte bereits der Block westafrikanischer Staaten den Herausforderer als Präsidenten anerkannt. Cote d'Ivoire ist der wichtigste Kakao-Produzent der Welt. Wegen der politisch unruhigen Lage hat sich Kakao an den Terminmärkten zuletzt verteuert.
Angesichts des Machtkampfs sorgt sich die Regierung in Paris um die 15.000 Franzosen in dem westafrikanischen Land. "Unser wichtigstes Anliegen ist, dass es nicht zu Gewaltausbrüchen kommt", sagte Außenministerin Alliot-Marie am Donnerstag. Frankreich bleibe mit dem bisherigen Präsidenten Laurent Gbagbo in Kontakt, um zu einem friedlichen Machtwechsel beizutragen, fügte sie hinzu.












