50 Tote bei Doppel-Selbstmordanschlag in Pakistan

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Bei einem Doppel-Selbstmordanschlag auf Taliban-Gegner im unruhigen Nordwesten Pakistans sind am Montag 50 Menschen getötet und mehr als 100 weitere verletzt worden. Der Angriff richtete sich gegen ein Treffen regierungsnaher Stammesführer und führender Mitglieder einer Anti-Taliban-Miliz in Ghalanai im Distrikt Mohmand, wie ein Behördenvertreter sagte. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.
Den Angaben zufolge sprengten sich die beiden Selbstmordattentäter im Gebäude der örtlichen Verwaltung in die Luft. Die Attentäter hätten Polizeiuniformen getragen, sagte Behördenvertreter Amjad Ali. "Einer hat sich am Haupttor in die Luft gesprengt, der andere im Büro." Unter den Toten seien mindestens zehn Regierungsbeamte sowie zwei pakistanische Fernsehjournalisten. In dem Gebäude hätten sich über hundert Menschen aufgehalten, 25 wurden schwer verletzt.
Die dort versammelten Stammesführer gehörten einem Friedenskomitee an. Solche Komitees setzen in den an Afghanistan grenzenden pakistanischen Stammesgebieten im Nordwesten des Landes in der Regel Anti-Taliban-Milizen ein. "Die Stammesleute und -ältesten saßen in kleinen Gruppen draußen auf dem Rasen", sagte ein Mitglied des Komitees. Nach Angaben eines weiteren Behördenvertreters zerstörten die Bomben zwei Räume des Gebäudes.
Die Taliban-Bewegung TTP in Mohmand bekannte sich zu dem Anschlag. "Unsere zwei Selbstmordattentäter haben Leute angegriffen, die gegen die Taliban gearbeitet haben", sagte TTP-Chef Omar Khalid AFP per Telefon von einem unbekannten Ort aus. "Die, die gegen uns arbeiten, Stammesarmeen oder Friedenskomitees gründen, werden angegriffen", fügte er hinzu. Der Krieg seiner Bewegung diene der Durchsetzung des islamischen Rechts der Scharia. Jeder, der sich dem in den Weg stelle oder mit den USA zusammenarbeite, den erwarte "das gleiche Schicksal".












