Vassilakou will FPÖ in Wien ausbremsen
Die Wiener Chefin der Grünen Vassilakou will durch Glaubwürdigkeit die Blauen ausbremsen. Wo Grüne regieren, bleibe die FPÖ klein, sagt sie.

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Die neue grüne Vizebürgermeisterin, Maria Vassilakou, will durch die Regierungsbeteiligung ihrer Partei in Wien die FPÖ künftig ausbremsen. "Die Grünen stehen für Glaubwürdigkeit, und die braucht es, um den Straches dieser Welt beizukommen", zeigte sich Vassilakou, die sich an ihren neuen Titel erst gewöhnen muss, im APA-Interview überzeugt.
Dort, wo die Ökopartei schon jetzt auf Stadtebene mitregierte, wären die Freiheitlichen weit unter den Erwartungen geblieben, verwies sie auf das Beispiel Graz, wo es eine schwarz-grüne Koalition gibt. Folglich werde es höchste Zeit, dass die Grünen auch in die Bundesregierung kämen, so die Neo-Verkehrs- und Umweltstadträtin der Bundeshauptstadt. Schließlich gebe es derzeit auf Bundesebene - Stichwort: Sparpaket - einen Glaubwürdigkeitsverlust der Bevölkerung in Richtung Politik: "Davon nährt sich die Strache-FPÖ."
Zu einer Trendumkehr könne es kommen, wenn die Grünen in die Regierung kommen würden. Ihre Partei sei keine Protestpartei, sondern eine, die Hoffnung gebe. Der grüne Höhenflug in Deutschland sei auch nur damit zu erklären, "dass sie bereits gezeigt haben, dass sie das umsetzen, was sie versprechen".
Was Wien betreffe, müsse man - um weitere Zugewinne der FPÖ zu verhindern - zudem den finanziellen Schwierigkeiten und Zukunftsängsten innerhalb der Bevölkerung durch aktives Handeln entgegenwirken, erklärte Vassilakou. Das funktioniere einerseits über ein Mehr an sozialer Sicherheit. Die von Rot-Grün bereits präsentierte Anhebung der Mindestsicherung für Kinder auf 200 Euro sei dafür ein Beispiel. Andererseits gehe es um die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen.
Was den Rollenwechsel von Oppositionspolitikerin zur Ressortchefin anbelangt, seien die nächsten Wochen bis zum Jahreswechsel der intensiven Einarbeitung in den Planungsstand aller laufenden Projekte gewidmet, so Vassilakou. An ihren neuen Titel "Vizebürgermeisterin" habe sie sich allerdings noch nicht ganz gewöhnt. "Nein, natürlich nicht. Das dauert noch einige Zeit".












