Rasterfahndung nach Terroristen in Deutschland
Bei einer Rasterfahndung wegen der aktuellen Terrorhinweise für Deutschland ist das Bundeskriminalamt (BKA) nach einem "Focus"-Bericht auf 30 Verdächtige gestoßen. Diese würden derzeit überprüft, schreibt das Magazin. Unklar sei bisher, ob die Männer wirklich gefährlich seien. Eine BKA-Sprecherin in Wiesbaden wollte den Bericht am Samstag nicht kommentieren.
Nach "Focus"-Angaben haben BKA-Spezialisten alle Deutschland-Visa aus Afghanistan, Pakistan, Indien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Jemen überprüft, die seit dem 1. August ausgestellt wurden. Anlass seien Hinweise auf Terror-Kommandos gewesen, die angeblich nach Deutschland und Europa einreisen wollten.
Bundesinnenminister de Maizière hatte am Mittwoch vergangener Woche vor Anschlägen islamistischer Terroristen in Deutschland - möglicherweise noch im November - gewarnt. Am vergangenen Wochenende berichtete "Der Spiegel" über Hinweise, wonach zwei potenzielle Terroristen am 22. November in den Vereinigten Arabischen Emiraten ankommen und mit neuen Papieren ausgestattet nach Deutschland reisen sollten. Sie hätten bereits Schengen-Visa. Zudem sollen sich zwei Islamisten bereits im Großraum Berlin aufhalten.
Laut "Focus" haben 8 der nun ausgemachten 30 verdächtigen Männer einen Berlin-Bezug. Das Magazin stützt sich dabei auf einen BKA-Vermerk vom 19. November. Ein weiterer Mann soll im Saarland gewohnt haben. Insgesamt hätten die Spezialisten rund 43 000 Personendaten ausgewertet.
Am vergangenen Montag soll sich auch jener Mann wieder bei den deutschen Behörden gemeldet haben, der bereits von einem angeblich bevorstehenden Angriff auf den Reichstag berichtet hatte. Er habe keine weiteren Details zu möglichen Anschlägen genannt, sondern für seine Informationen Geld verlangt und damit gedroht, sonst zu den Amerikanern zu gehen, weil sie mehr zahlten. Sicherheitsexperten hegten Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Anrufers, so der "Focus".












