18 Tote bei Aufständen in Afghanistan
Bei neuen Gefechten und Luftangriffen in Afghanistan sind nach NATO-Angaben 18 Aufständische getötet worden. Die schwersten Kämpfe fanden demnach in den Distrikten Sangin und Kayaki in der südafghanischen Unruheprovinz Helmand statt, wo allein 15 Islamisten starben, wie die NATO-geführte Internationale Schutztruppe ISAF am Sonntag mitteilte.
Die NATO hatte sich zuvor bei ihrem Gipfel in Lissabon darauf verständigt, den Kampfeinsatz in Afghanistan bis 2014 zu beenden.
Bei einem neuen US-Drohnenangriff im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan wurden unterdessen mindestens fünf mutmaßliche Islamisten getötet. Wie aus Geheimdienstkreisen in der Region verlautete, feuerte ein unbemanntes Flugzeug am Sonntag mehrere Raketen auf ein Gehöft im Stammesgebiet Nord-Waziristan, dass Aufständischen als Versteck genutzt haben sollen.
In Peshawar, Hauptstadt der an die Stammesregion grenzenden Provinz Khyber-Pakhtunkhwa (früher Nordwest-Grenzprovinz), griffen Bewaffnete am Samstag Tanklastwagen mit Nachschub für die internationalen Truppen in Afghanistan an. Nach Polizeiangaben stürmten Aufständische einen Parkplatz in Peshawar und zündeten zehn Fahrzeuge an. Die NATO-Truppen in Afghanistan beziehen den Großteil ihres Nachschubs auf dem Landweg über Pakistan. Seit Anfang Oktober wurden bei Angriffen in Pakistan mehr als 170 Lastwagen zerstört.
Drei Zivilisten wurden unterdessen in der ostafghanischen Provinz Kunar von NATO-Soldaten getötet. Wie die Internationale Schutztruppe Isaf am Samstag mitteilte, hatten die Sicherheitskräfte auf Stellungen von Aufständischen gefeuert. Einige Granaten seien dabei vor dem Zielgebiet in der Nähe eines Dorfes eingeschlagen. Im Kampf gegen die radikal-islamischen Taliban in Afghanistan kommen immer wieder auch Zivilisten ums Leben.












