Wahlauftakt der Muslime in Kärnten

Foto © APA
Die Wahlen der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) haben am Sonntag in Kärnten begonnen. In Spittal/Drau gibt es zwei Wahllokale - eines des bosnischen Kultur- und Religionsvereines und eines des türkischen Vereines ATIB. Der Andrang an Wählern war Sonntagvormittag noch nicht besonders groß.
"Ich glaube, die Menschen schlafen noch aus und kommen erst um die Mittagszeit", so Emir Memic vom bosnischen Wahllokal zur APA. Jeder Verein stellt eine gewisse Anzahl an Kandidaten, in Spittal sind es zwei pro Verein.
Idris Omerovic ist Vorsitzender der Wahlkommission des ATIB und extra aus Graz angereist. "Hier sind 63 Wähler registriert, ich glaube, dass alle kommen und ihre Stimme abgeben werden. Es geht ja auch um eine wichtige Sache", so Omerovic. Ein Kandidat muss mehr als 50 Stimmen erhalten, um als Delegierter weiter zu kommen. "Es ist auch jeder andere herzlich dazu eingeladen, in unser Vereinslokal zu kommen, sich zu informieren und mit den Menschen zu plaudern, nicht nur die registrierten Muslime", so Omerovic.
Insgesamt 920 Muslime sind für die Wahl zugelassen. Aktiv wahlberechtigt sind Muslime, die das 14. Lebensjahr, passiv jene, die das 16. Lebensjahr vollendet haben.
2.657 Mitglieder zählt die Glaubensgemeinschaft derzeit im südlichsten Bundesland. Die Wahl der Muslime-Vertretung ist ein langwieriger Prozess: Die Bundesländer wählen gestaffelt Vertreter in den Gemeindeversammlungen, den Abschluss macht die mit Abstand größte Gemeinde in Wien im April 2011. Stehen einmal die Gemeindeversammlungen, also die Vertretungen in den Ländern, fest, wird am Ende das höchste Gremium, der Oberste Rat, gewählt, aus dem schließlich der neue Präsident der IGGiÖ hervorgeht. Derzeit ist dies Anas Schakfeh. Er hat bereits vor Jahren angekündigt, nicht mehr zu kandidieren.













