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Zuletzt aktualisiert: 20.11.2010 um 19:44 UhrKommentare

Terror: keine akute Bedrohung in Österreich

Die aktuellen Terror-Drohungen gegen Deutschland sind laut Innenministerium kein Anlass zu Alarmbereitschaft in Österreich. Es gebe Österreicher, die sich in Terrorcamps ausbilden lassen, man könne diese aber "an zwei Händen abzählen".

Foto © fotolia.de/Alexander Reitter

"Es gibt, was die deutsche Bedrohungslage anbelangt, keinen Österreichbezug", bekräftigte Ministeriums-Sprecher Rudolf Gollia am Samstag gegenüber der APA. Man habe in den vergangenen Tagen mit den deutschen Behörden Kontakt gehabt, und auch das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) beobachte und bewerte die Lage ständig.

Demnach könne das BVT derzeit "keinen Anhaltspunkt erkennen, dass sich die Bedrohungslage in Österreich verändert hätte", hielt Gollia fest. Eine "latente terroristische Bedrohung" sei wohl in so gut wie jedem Land der Welt, also auch in Österreich, nicht auszuschließen. "Aber es gibt keine Hinweise auf akute Bedrohung in Österreich."

Schläfer

Von Hinweisen auf latente Bedrohungsszenarien durch sogenannte Schläfer, die sich in Terrorcamps, immer häufiger in Somalia, ausbilden lassen, schreibt indes die "Presse am Sonntag" laut Vorabmeldung. Schon bei der Präsentation des Verfassungsschutzberichts im Frühling des Jahres hatte das BVT auf diesen Trend hingewiesen. Die "Presse" zitiert nun einen namentlich nicht genannten Mitarbeiter des Innenministeriums, wonach heuer bereits mehrere Österreicher beim Versuch, nach Somalia einzureisen, festgenommen worden seien, einige auch in Äthiopien und in Kenia. Aktuell seien "ein paar Österreicher" in verschiedenen Camps.

Gollia meinte dazu, man habe ja grundsätzlich schon "mehrfach kommuniziert", dass solche terroristische Ausbildungslager von Österreichern frequentiert würden. "Wir sehen das natürlich als eine gewisse Bedrohung für die Stabilität im Land." Andererseits werde mit dem geplanten Anti-Terrorismusgesetz - das allerdings noch nicht beschlossen ist - eine entsprechende "Strafdrohung" eingeführt. Und schließlich handle es sich um "keine Hundertschaften": "Man kann die Zahl der Österreicher wohl auf zwei Händen abzählen."


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