Mindestens 21 Zivilisten in Mogadischu getötet
In der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind erneut Zivilisten bei schweren Kämpfen zwischen Soldaten der Afrikanischen Union (AU) und islamistischen Rebellen getötet geworden. Rettungskräften zufolge wurden auf einem Markt im Süden der Stadt die Leichen von 16 Zivilisten geborgen. Weitere fünf Zivilisten wurden an anderen Orten im Kreuzfeuer zwischen AU-Soldaten und Rebellen erschossen.
Augenzeugen berichteten, dass Soldaten der Afrikanischen Union den Bakara-Markt unter Granatenbeschuss nahmen, nachdem ein am Straßenrand deponierter Sprengsatz vor einem AU-Konvoi explodierte. Mindestens neun Granaten hätten demnach auf dem Markt eingeschlagen, wo die Leute mit Gemüse und Gold handelten.
Nach Angaben der Rettungskräfte wurden bei den Gefechten auf dem Bakara-Markt mindestens 46 weitere Zivilisten verletzt. Die Afrikanische Union bestätigte, dass einer ihrer Konvois in Mogadischu attackiert worden sei. Zwei Soldaten hätten dabei leicht Verletzungen erlitten.
In Somalia herrscht seit dem Sturz von Machthaber Siad Barre 1991 Bürgerkrieg. Die schwache Übergangsregierung hält sich nur mit Mühe an der Macht und kontrolliert lediglich einen kleinen Teil von Mogadischu. Große Gebiete der Hauptstadt sowie des Südens und des Zentrums des Landes sind in der Hand der radikalislamischen Al-Shabaab-Miliz.













