Karl gibt Geld für außeruniversitäre Forschung her

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Wissenschaftsministerin Karl hält an ihrem Plan fest, die Basissubventionen ihres Hauses an etliche außeruniversitäre Forschungsinstitute und -einrichtungen zu streichen. Allerdings macht sie nun Geld locker, um die umstrittene Maßnahme abzufedern: Mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums soll die Integration solcher Einrichtungen in bestehende Strukturen, etwa Unis, erleichtert werden.
Zur Sicherung von Rückflüssen aus EU-Forschungsprogrammen übernimmt das Ministerium eine Teilfinanzierung eingeworbener Projekte, erklärte Karl am Dienstag vor Journalisten. Die Ministerin hatte nach der Budgetklausur der Regierung angekündigt, Dutzenden Instituten und Vereinen ab 2011 die Basissubvention zu reduzieren und dann auslaufen zu lassen, was bis 2014 Einsparungen von 28 Mio. Euro bringen soll.
Betroffen davon sind etwa das Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM), das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK), das Zentrum für soziale Innovation (ZSI) oder das Erwin Schrödinger-Institut (ESI). Die Forschungseinrichtungen laufen dagegen Sturm, fürchten um ihre Existenz und sprechen von einem "Kahlschlag" in der Wissenschaft.
Ziel Karls ist es, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen verstärkt in bestehende Strukturen wie die Universitäten oder die Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zu integrieren. Dazu bietet die Ministerin nun finanzielle Anreize, primär für den Bereich Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften (GSK). "Die Aufnahmebereitschaft der Unis ist gegeben", sagte Karl. Voraussetzung für eine Unterstützung sei "Exzellenz", die an Kriterien wie starke Einwerbung von Drittmittel, Rückflüsse aus EU-Rahmenprogrammen, Stipendien, Preise und Förderungen festgemacht werde. Die Anreizzahlungen sollen sowohl an die außeruniversitäre Einrichtung als auch an die aufnehmende Institution gehen und keine Einmalzahlungen sein.












