Generationenwechsel im jordanischen Parlament

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Im jordanischen Parlament findet ein Generationenwechsel statt. Wie am Mittwoch bekannt wurde, wählten die Jordanier bei der Parlamentswahl vom Dienstag 64 neue Abgeordnete, darunter auch mehrere jüngere Kandidaten. Nur 26 Abgeordnete durften ihren Sitz behalten. Politische Beobachter werteten dies als Beleg, dass auch die Bürger mit der Arbeit des bisherigen Parlaments unzufrieden gewesen waren.
Das Parlament wurde von König Abdullah II. vor einem Jahr wegen mangelnder Professionalität aufgelöst. Zwölf der insgesamt 120 Mandate waren für Frauen reserviert. Zehn Sitze erhalten die Angehörigen religiöser und ethnischer Minderheiten. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 53 Prozent und damit etwas niedriger als bei der Wahl vor drei Jahren (58,9 Prozent). Die größte Partei des Landes, die Islamische Aktionsfront (IAF), hatte den Urnengang boykottiert, weil sie sich durch das Wahlgesetz benachteiligt gefühlt hatte.
Der Wahlgang wurde von einigen Zwischenfällen überschattet. Bei einer Schießerei zwischen Anhängern verschiedener Kandidaten im Bezirk Karak, 120 Kilometer südlich von Amman, wurde ein Mann erschossen. Andernorts kam es zu Festnahmen wegen der Verdachts auf Stimmenkauf, und weil man versuchte, den Unterstützern eines rivalisierenden Kandidaten den Weg zum Wahllokal zu versperren.
Das neue Parlament soll seine Arbeit am 1. Dezember aufnehmen. Die Regierung wird in Jordanien nicht vom Parlament gebildet, sondern vom König ernannt.












