Wirtschaftsthemen bei Fischers Besuch in Malaysia

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Wirtschaftsthemen haben den Staatsbesuch von Bundespräsident Heinz Fischer in Malaysia dominiert. Der gesamte südostasiatische Raum sei ein Hoffnungsmarkt für die österreichische Exportwirtschaft, der bisher im Vergleich zu den traditionellen asiatischen Handelspartnern wie China, Japan oder Südkorea "noch nicht so stark bearbeitet wurde", sagte Fischer in Kuala Lumpur.
Die wirtschaftlichen Beziehungen zu Malaysia bezeichnete er als "ausgezeichnet", zuletzt habe das Handelsvolumen rund 650 Millionen Euro betragen. Eine gute Zusammenarbeit gebe es mit Malaysia auch in den Vereinten Nationen, so Fischer. Österreich werde die malaysische Kandidatur für den Sicherheitsrat unterstützen; im Gegenzug befürworte Malaysia die österreichische Kandidatur für den Menschenrechtsrat.
Möglichkeiten der Zusammenarbeit sieht Fischer auch im Bereich Wissenschaft und Bildung. So unterzeichnete die Wiener Universität für Bodenkultur in Anwesenheit des Bundespräsidenten ein Kooperationsabkommen, das unter anderem den Austausch von Studenten und Professoren aus Österreich und Malaysia vorsieht.
Fischer war bei diesem ersten Staatsbesuch eines österreichischen Bundespräsidenten in Malaysia am Montagvormittag von König Mizan Zainal Abidin mit militärischen Ehren und Salutschüssen vor dem Parlament in Kuala Lumpur empfangen worden. Der König, der sich erst vor einigen Monaten privat in Salzburg aufhielt, habe ihm seine große Wertschätzung für Österreich versichert, so der Bundespräsident.
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner betonte, Österreich brauche dringend eine stärkere "Diversifikation" seiner Exporte mit einem größeren Anteil für die aufstrebenden Wirtschaftsländer in Südostasien. Möglichkeiten böten etwa Innovationen im Umweltbereich. Dienstag fliegt Fischer zu einem Staatsbesuch nach Indonesien weiter. Die letzte Station der Drei-Länder-Tour bildet am Donnerstag und Freitag Singapur.












