Castor-Transport wieder unterwegs
Nach einer mehrstündigen Blockade ist der hoch radioaktive Atommüll wieder auf dem Weg zum deutschen Zwischenlager Gorleben. Atomkraftgegner hatten sich bei Caen an die Gleise gekettet und den Transport aufgehalten.

Foto © APDas mit einer Infrarotkamera aufgenommene Bild zeigt das Waermebild eines Castor-Behaelters
Nach einer mehrstündigen Blockade im nordfranzösischen Caen hat der Castor-Transport am Freitagabend wieder die Fahrt aufgenommen. Der Castor mit hoch radioaktivem Atommüll war gegen 14.20 Uhr vom Verladebahnhof Valogne zum deutschen Zwischenlager Gorleben gestartet, war aber schon kurz danach von Atomkraftgegnern aufgehalten worden. In der Nähe von Caen hatten sich Atomkraftgegner an die Gleise gekettet. Insgesamt waren rund 30 Aktivisten an der Aktion beteiligt.
"Widerstand kennt keine Staatsgrenze"
Laut der Anti-Atombewegung "Sortir du nucléaire" (Atom-Ausstieg) ketteten sich vier Aktivisten mehrere hundert Meter vor der Einfahrt in den Bahnhof von Caen an die Gleise. Der Anti-Akw-Gruppe GANVA zufolge wurde der Zug bereits um 15.40 Uhr gestoppt. Die Gruppe habe ein Spruchband entrollt, auf dem auf Deutsch und Englisch stand: "Unser Widerstand kennt keine Staatsgrenzen! Castor 2010: Die Erste......to be continued!"
Der Castor mit hoch radioaktivem Atommüll war gegen 14.20 Uhr vom Verladebahnhof Valogne zum deutschen Zwischenlager Gorleben gestartet, wo er am Sonntag erwartet wird. Der Zug transportiert elf Behälter mit Atommüll von der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague. Laut Greenpeace ist die Radioaktivität des Mülls doppelt so hoch wie jene, die bei der Katastrophe im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl freigesetzt wurde.
Der Zug soll Samstagmittag die deutsche Grenze erreichen und dann nach Norden in Richtung Gorleben rollen.












