Über 21.000 Abschiebungen in neun Monaten
Ergebnis der Roma-Politik: In den ersten neun Monaten dieses Jahres hat Frankreich insgesamt 21.384 Ausländer abgeschoben, von denen 13.000 Rumänen und Bulgaren waren.

Foto © APAImmigrationsminister Eric Besson
Diese Daten gab Immigrationsminister Eric Besson am Mittwoch bekannt. Der Anstieg der Rückführung von EU-Bürgern ist auf die verschärfte Politik gegen die Roma zurückzuführen, die in Frankreich in illegal errichteten Lagern leben. Paris erregte dadurch internationale Kritik und riskierte selbst ein Sanktionsverfahren der EU-Kommission.
Von den mehr als 21.000 Abschiebungen waren laut Besson 15.455 "Zwangsabschiebungen". Von diesen betrafen 6.562 Rumänen und 910 Bulgaren. Weitere 5.929 Rückführungen erfolgten mit "Beihilfe", das heißt mit einem bezahlten Flugticket und 300 Euro pro Person. Diese Hilfen bezogen 5.086 Rumänen und 683 Bulgaren, so der Immigrationsminister der Pariser Nationalversammlung.
Teure Abschiebungsbeihilfen
Im Vorjahr waren 9.875 Roma nach Rumänien und Bulgarien abgeschoben worden, 7.966 davon mit einer staatlichen Beihilfe. Im Jahr 2009 hatten diese Beihilfen die Staatskassen insgesamt 8,2 Millionen Euro gekostet.













