Türkei vermutet PKK hinter Anschlag in Istanbul
Die Türkei verdächtigt die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als Drahtzieher hinter dem Anschlag in Istanbul mit 32 Verletzten.

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Bisher hat sich niemand zu dem Selbstmordanschlag auf dem Taksim-Platz im Zentrum der türkischen Metropole Montag früh bekannt. Der türkische Ministerpräsident Erdogan warf den Europäern Terror-Unterstützung vor.
Die Untersuchungen deuteten darauf hin, dass zu 90 Prozent die PKK hinter dem Anschlag stehe, sagte ein hochrangiger Sicherheitsbeamter am Montag laut Agenturangaben. Die Ermittler gingen davon aus, dass die radikal-islamische Al-Kaida und andere Extremistengruppen ausgeschlossen werden könnten, hieß es. Die PKK wollte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern, kündigte aber für den Nachmittag eine Erklärung an. Am Sonntag war eine Waffenruhe der Gruppe abgelaufen.
Erdogan warf den Europäern in einer Rede am Montag indes vor, den gegen die Türkei gerichteten Terror zu unterstützen. "Wir werden nicht vergessen, dass wir alleingelassen wurden", sagte er und verwies darauf, dass Gliederungen der PKK in europäischen Ländern unter dem Deckmantel von Stiftungen oder Medien aktiv seien.
Trotz aller Warnungen und Forderungen der Türkei unterstützten einige europäische Länder den Terror "direkt oder indirekt", sagte Erdogan. Namen dieser Länder nannte er nicht, aber er könnte unter anderem Deutschland und Dänemark gemeint haben. Einige PKK-nahe Medien haben ihren Sitz in Deutschland, während der als Sprachrohr der PKK betrachtete Satellitensender Roj-TV von Dänemark aus sendet.
Die PKK wird sowohl von der Türkei als auch von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft.













