Bayerischer Minister verbietet Tänze zu Allerheiligen
Allerheiligen sei ein Tag der Ruhe und Besinnung. Deshalb hat der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) alle "Unterhaltungsveranstaltungen, die nicht dem ernsten Charakter dieses Tages ensprechen", verboten. Und damit die Wirte gehörig verärgert.

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Einen Tag vor Allerheiligen hat der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zu Ruhe und Besinnung aufgerufen. An diesem Feiertag solle der Verstorbenen gedacht werden, teilte er am Sonntag in München mit. Herrmann verwies in dem Zusammenhang darauf, dass "Unterhaltungsveranstaltungen, die nicht dem ernsten Charakter dieses Tages entsprechen, gesetzlich verboten sind". Deshalb herrsche ab Mitternacht ein Tanzverbot. Daran stieß sich der bayerische Hotel- und Gaststättenverband.
"Die Diskotheken haben natürlich finanzielle Ausfälle", sagte die Fachbereichsvorsitzende der Gastronomie, Monika Poschenrieder, auf dpa-Anfrage. Außerdem kritisierte sie, dass es besonders wegen unterschiedlicher Regelungen in Österreich und Deutschland zu "Grenztourismus" komme. Der deutschen Gastronomie entstünden darum Ausfälle. Sie forderte gleiches Recht für alle: "Wir wollen deshalb die stillen Tage an Österreich angleichen." Als stille Tage sind in Bayern neben Allerheiligen auch der Aschermittwoch, der Karfreitag oder der evangelische Buß- und Bettag festgelegt worden.












