Neun Jahre Haft für Menschenrechtsanwalt aus Iran
Der prominente iranische Anwalt Mohammad Seifzadeh ist am Samstag von einem Revolutionsgericht in Teheran zu neun Jahren Haft verurteilt worden, weil er ein Menschenrechtszentrum gegründet hat. Das berichtet die Internationale Kampagne für Menschenrechte am Sonntag in einer der APA übermittelten Aussendung.
Die im Exil lebende iranische Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi appellierte an UN-Menschenrechtskommissarin Navanethem Pillay auf, auf das Urteil gegen Seifzadeh zu reagieren.
Dem Anwalt wurde zudem für zehn Jahre die Ausübung seines Berufs verboten. Die iranischen Justizbehörden werfen Seifzadeh "Gefährdung der nationalen Sicherheit" vor. Auch gegen die Mitgründer des Menschenrechtszentrums, Abdolfattah Soltani und Mohammad Ali Dadkhah, wurde Anklage erhoben.
Für Nobelpreisträgerin und Menschenrechtrechtsanwältin Ebadi beweist das "ungerechte Urteil" gegen Seifzadeh, dass die Unabhängigkeit der iranischen Justiz Tag für Tag schwindet. Ebadi verlangte die sofortige Freilassung ihres Kollegen und erinnerte die iranische Regierung an ihre Verpflichtungen unter der im Dezember 1998 verabschiedeten UN-Deklaration über den Schutz von Verteidigern der Menschenrechte.












