USA wollen zwischen Japan und China vermitteln

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Im Streit zwischen Japan und China um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer wollen die USA schlichten und haben ein Treffen der drei Länder vorgeschlagen. Stabile und friedliche Beziehungen zwischen China und Japan seien im Interesse aller, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton am Samstag auf dem Ostasiengipfel in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi.
Ein geplantes Treffen des japanischen Ministerpräsidenten Naoto Kan mit seinem chinesischen Amtskollegen Wen Jiabao am Rande der Konferenz war am Freitag von China abgesagt worden. Peking warf Japan vor, die Atmosphäre auf dem Gipfeltreffen vergiftet zu haben, weil es das Thema angesprochen habe. Japanischen Diplomatenkreisen zufolge trafen sich die Regierungschefs aber am Samstag zu einem informellen Gespräch, das zehn Minuten dauerte.
In dem Streit geht es um die Senkaku-Inseln - in China Diaoyu genannt. Die Inselgruppe ist zwar unbewohnt, es werden dort aber große Öl- und Gasvorräte vermutet. Zu den jüngsten Spannungen führte die Festnahme eines chinesischen Kapitäns durch japanische Behörden. Sein Fischkutter war nahe der Inseln mit zwei Schiffen der japanischen Küstenwache kollidiert.
Verpackt in diplomatischen Nettigkeiten, war Clintons Botschaft dennoch eindeutig: China dürfe seine wachsende Wirtschaft und militärische Stärke nicht dazu benutzen, seine Nachbarn einzuschüchtern. In der Vergangenheit hatten ähnliche Ausführungen von Clinton und anderen US-Vertretern zu harscher Kritik von chinesischer Seite geführt. "Die Vereinigten Staaten haben ein nationales Interesse an der Freiheit der Meere und einem ungehinderten rechtmäßigen Handel", sagte Clinton in Hanoi. Im Falle von Konflikten um Meeresgebiete, sei man verpflichtet, diese friedlich und entsprechend gängigem internationalem Recht zu lösen.












