Schmied spart 400 Millionen Euro bei Schulen
Das Unterrichtsministerium spart in den kommenden Jahren 400 Millionen Euro ein. Modulare Oberstufe, Ethik-Unterricht und Reduzierung der Klassenwiederholungen sind dem Sparstift zum Opfer gefallen.

Foto © APUnterrichtsministerin Claudia Schmied
Auch wenn die Bundesregierung bei der Budgetklausur am vergangenen Wochenende 80 Mio. Euro für den Ausbau der Ganztagsschulen locker gemacht hat, sind die Einschnitte im Budget von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) beträchtlich. Bis 2014 werden alleine durch den demographisch bedingten Rückgang der Schülerzahlen 321,1 Mio. Euro eingespart, dazu können geplante Vorhaben wie Ethikunterricht, modulare Oberstufen oder Schulbauprojekte nicht realisiert werden, bestätigte eine Sprecherin Schmieds einen Bericht der Tageszeitung "Der Standard" (Donnerstag-Ausgabe). In Summe betragen die Einsparungen rund 730 Mio. Euro.
Zieht man von dieser Summe die zusätzlichen 80 Mio. Euro jährlich bis 2014, also in Summe 320 Mio. Euro, für die Ganztagsschulen ab, bleibt noch immer ein Konsolidierungsbeitrag von mehr als 400 Mio. Euro. Dieser wird laut Unterrichtsministerium einerseits durch den demographisch bedingten Schülerrückgang erreicht, andererseits durch eine "Redimensionierung von Investitionen im Bereich des Schulentwicklungsprogramms".
Das größte Einsparungsvolumen wird dabei durch die Verschiebung von geplante Schulbauprojekte erzielt: bis 2014 erspart sich das Ministerium dadurch 129,7 Mio. Euro. Die Einführung des Ethikunterrichts in der Sekundarstufe II (AHS-Oberstufe und berufsbildende mittlere und höhere Schulen) wird gestrichen, was 57 Mio. Euro bringt. Ebenso wird auf Maßnahmen zur Reduktion von Klassenwiederholungen wie der Ausbau der modularen Oberstufe verzichtet, was 17,9 Mio. Euro bringt. Schließlich fällt der Ausbau von bilingualen Schulen den Konsolidierungsmaßnahmen zum Opfer, was 23,7 Mio. Euro spart.











