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Zuletzt aktualisiert: 27.10.2010 um 14:27 UhrKommentare

Islamische Jugendliche nicht gewaltbereiter

Foto © APA

Die Zugehörigkeit zum Islam führt einer EU-Studie zufolge bei Jugendlichen nicht zu einer höheren Gewaltbereitschaft. Vielmehr verleite das Gefühl, diskriminiert zu werden, junge Menschen zu Gewalt, heißt es in einer Studie der EU-Grundrechteagentur, die am Mittwoch in Wien vorgestellt wurde.

"Wenn die Faktoren Diskriminierung und soziale Ausgrenzung berücksichtigt werden, gibt es keinerlei Hinweis darauf, dass junge Muslime eher bereit sind, physische oder psychische Gewalt anzuwenden als junge Nicht-Muslime", heißt es in der Studie, für die 3.000 Jugendliche in Frankreich, Großbritannien und Spanien befragt wurden.

In Frankreich und noch stärker in Spanien würden muslimische Jugendliche häufiger diskriminiert als ihre Altersgenossen anderer Religionszugehörigkeit, schreiben die Autoren der Studie. Ein "starker Zusammenhang" zwischen Diskriminierungserfahrungen und der Anwendung von Gewalt sei eindeutig. Eine Politik gegen Jugendkriminalität oder gegen den Terrorismus müsse daher alltägliche Situationen der Ausgrenzung junger Menschen bekämpfen.

Quelle: APA

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