Voves zum steirischen Landeschef wiedergewählt

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Franz Voves ist am Donnerstag in Graz neuerlich zum Landeshauptmann der Steiermark gewählt worden. Voves wie auch sein bei der Landtagswahl am 26. September knapp unterlegenes ÖVP-Gegenüber Schützenhöfer betonten vor dem neu konstituierten Landtag den Willen zu einer "Reformpartnerschaft" und zu "Kultur des Miteinanders". Von der demonstrativen Harmonie wich die wieder eingezogene FPÖ deutlich ab.
Für Voves stimmten - wie erwartet - 51 der 56 Abgeordneten, also SPÖ, ÖVP und FPÖ. Grüne und Kommunisten wählten ihn nicht mit. Gleiches galt für Schützenhöfer, der als Landeshauptmannstellvertreter wiedergewählt wurde. Die Angelobung des neuen und alten steirischen Landeshauptmannes erfolgt am freitag durch Bundespräsident Fischer. Zum Landtagspräsidenten wurde der frühere Umwelt- und Sportlandesrat Wegscheider gekürt.
In seiner Rede zeigte sich Voves "zu tiefst überzeugt", dass es gelingen werde, "in völlig anderer Kultur des Miteinanders" die großen Probleme zu lösen. Unter die vergangenen fünf Jahre habe man einen "dicken Schlussstrich" gezogen. Die erste Bewährungsprobe werde das Budget sein.
Man habe den Wählerauftrag verstanden, der zur Zusammenarbeit aufrufe, meinte Schützenhöfer: "Was wir vorhaben, ist keine Liebesheirat, sondern eine Reformpartnerschaft der Vernunft mit wachsendem Vertrauen." Man habe die Lasten gut auf beiden Schultern verteilt.
Durchbrochen wurde die harmonische Stimmung vom Klubchef der neuen blauen Fraktion. Die Freiheitlichen hätten die Kompetenzen der Grünen "bei der Gleichberechtigung - Stichwort: Islamisierung - und beim Umweltschutz" übernommen, meinte Georg Mayer, der dem sechsköpfigen, rein männlichen FPÖ-Klub vorsteht. Die Zusammenarbeit von SPÖ und ÖVP nannte er "Koalition der Verlierer", die für eine "Prolongierung des Stillstands und der Klientelpolitik" stehe.












