Schmied will "weg von opernhafter Zuspitzung"

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Unterrichtsministerin Schmied will bei der Diskussion um die Kompetenzen bei der Schulverwaltung "weg von der opernhaften Zuspitzung" auf ein Match zwischen ihr und dem niederösterreichischen Landeshauptmann Pröll. In dieser Angelegenheit gehe es um eine "grundlegende Systemfrage", sagte Schmied bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.
"Die Menschen lieben Dramen, da wollen wir wie bei der großen Oper die Rollen besetzen und mit entsprechenden Zuschreibungen versehen", betonte die Ministerin. "Ich sehe das nicht als Match Pröll gegen Schmied. Es geht vielmehr um eine Grundsatzentscheidung, wie wir unser Bildungswesen organisieren wollen." Dabei habe man sich bei der Verhandlungen am Dienstag in guter Atmosphäre ausgetauscht.
"Es gibt einfach zwei andere Zugänge", sagte Schmied. "Der eine ist, ich baue mir ein Bildungssystem im Land, wo ich auch Gestaltungsspielraum haben will." Dazu gehöre, Gesetze im Landtag zu beschließen, ungestört seine Finanzen einsetzen zu können und alles im Land zu managen. "Das ist ein schlüssiges Konzept für ein Bundesland." Umgekehrt sei sie "verantwortlich für Österreich, und ich sage, das ist kein schlüssiges Konzept für Österreich".
Für Schmied gilt weiterhin, dass Bildungspolitik Bundeskompetenz bedinge. "Wir können uns nicht leisten, in neun Variationen auseinanderzudriften." Wer das nicht glaube, solle Gesundheitsminister Stöger oder Sozialminister Hundstorfer fragen.
Die von Unterrichts- und Wissenschaftsministerium konzipierte neue Lehrer-Ausbildung soll bis zum Jahresende stehen. Das bekräftigten Unterrichtsministerin Schmied und Wissenschaftsministerin Karl am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Wien. 2011 sollen dann die Umsetzungsschritte beginnen, der Startschuss für die ersten Studenten noch in dieser Legislaturperiode fallen.
So soll künftig die Ausbildung für alle pädagogischen Berufe auf Hochschulniveau (sowohl an Unis als auch an Pädagogischen Hochschulen) nach dem Bologna-Modell (Bachelor/Master/PhD) erfolgen und gemeinsame Kernbereiche umfassen. Erst dann soll es differenzierte Curricula geben, was etwa den Wechsel zwischen einzelnen Berufsfeldern erleichtern soll. Kindergarten- und Volksschulausbildung werden dadurch aufgewertet. Auch ein Schritt zur gemeinsamen Schule dürfte dabei gemacht werden.












