Untreue-Anzeige gegen geschäftsführenden FPÖ-Obmann
Der geschäftsführende FPÖ-Obmann Christian Leyroutz wurde wegen des Verdachtes der Untreue bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Sieben Mitglieder sind außerdem aus der Partei ausgeschlossen worden.

Foto © APA/Gert EggenbergerChristian Leyroutz (links), FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache (Mitte) und FPK-Obmann Uwe Scheuch (rechts) am 22. Juni 2010 im Rahmen einer Pressekonferenz in Klagenfurt
Dienstag wurde bekannt, dass Christian Leyroutz, geschäftsführender FPÖ-Obmann, vom Rechnungsprüfer der Partei angezeigt wurde. Es soll der Verdacht der Untreue vorliegen, wie der ORF Kärnten Online berichtet. Es gehe unter anderem um angeblich fehlende Belege des Spitzenkandidaten Mario Canori im Landtagswahlkampf, heißt es. Leyroutz bleibt gegenüber der Antenne Kärnten am Mittwoch gelassen: "Es soll eine Anzeige geben, ich kenne sie aber nicht. Es sind sämtliche Belege vorhanden." Außerdem sei er zum damaligen Zeitpunkt nicht einmal Finanzreferent gewesen.
Funktionäre ausgeschlossen
Seit dem Obmannwechsel von Harald Jannach zu Leyroutz wurden sieben Funktionäre wegen parteischädigenden Verhaltens ausgeschlossen, zwei durch die Bundespartei, fünf durch die Landesgruppe. Von "Säuberungen vor dem Parteitag im November" sprechen die Gegner der neuen Führung. Beim Parteitag wolle sich Leyroutz erstmals zur Wahl durch die Delegierten stellen. Der Parteitag werde nicht am 14. November, sondern aus Fristgründen am 21. November abgehalten. Leyroutz lasse aber eine Verschiebung offen, sollten die jüngsten Entwicklungen das erfordern, so der ORF Kärnten.












