Heinisch-Hosek im Kampf gegen Sexismus in Werbung

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Frauenministerin Heinisch-Hosek (SPÖ) macht gegen sexistische Darstellungen in der Werbung mobil. Bei der Eröffnung der "Internationalen Fachtagung Sexismus in der Werbung" am Montag in Wien plädierte sie für gesetzliche Regelungen. Als Vorbilder nannte die Ministerin Länder wie Kroatien oder Norwegen, wo bei Verstößen sogar Geldstrafen verhängt werden würden.
Außerdem will Heinisch-Hosek einen "Sexismusbeirat" für den Österreichischen Werberat schaffen und einen Preis "für besonders herausragende Leistungen für geschlechter-gerechte Werbung" gemeinsam mit dem Gremium ausloben. "Werbung ist ein Spiegelbild gesellschaftlicher Einstellungen", so die Frauenministerin. Man sehe dort "sehr genau, welche Bilder von Frauen gezeichnet werden".
Heinisch-Hosek ortet vermehrt "ein Spiel eindeutiger Zweideutigkeit, ein Spiel mit verdecktem und offenen Sexismus" in den Werbesujets. So habe es heuer bereits 94 Beschwerden wegen geschlechter-diskriminierender Kampagnen beim Werberat gegeben. Im Vorjahr hätte sich fast die Hälfte der Beschwerden um dieses Thema gedreht. In vier Prozent der Fälle habe das Gremium einen sofortigen Stopp der Kampagne verordnet.
Gesetzliche Regelungen hält Heinisch-Hosek unter anderem deshalb für notwendig, weil es bis auf wenige Ausnahmen - etwa bei pornografischen Darstellungen - keinerlei legistische Vorschriften im punkto sexistischer Werbung gebe. Vorstellbar wäre für die Ministerin jedenfalls eine Regelung im Gleichstellungsgesetz. Gespräche darüber werde sie demnächst beginnen, kündigte sie an.












