Demo von Frauen gegen Vergewaltigungen im Kongo
Tausende Frauen haben mit einem Protestmarsch im Osten Kongos ein Ende von Massenvergewaltigungen in der Region gefordert. Angeführt wurde die Demonstration in der Stadt Bukavu am Sonntag von First Lady Olive Lembe Kabila. Die Vereinten Nationen hatten kürzlich erklärt, dass in 13 Dörfern in der Nähe vom 30. Juli bis 2. August 303 Zivilpersonen vergewaltigt worden seien.
Der leitende UN-Gesandte im Kongo sagte, im Osten des Landes seien im vergangenen Jahr mehr als 15.000 Menschen vergewaltigt worden. Für die 18.000 Mitglieder zählende UN-Friedenstruppe sei es aber unmöglich, jeden in dem riesigen Gebiet zu schützen, in dem bewaffnete Gruppen agieren. Ein weiterer UN-Mitarbeiter sagte, die meisten Übergriffe würden von "Männern in Uniform" verübt.
Das Verteidigungsministerium wies Vorwürfe zurück, dass Soldaten an Vergewaltigungen beteiligt seien. Das Justizministerium erklärte dagegen, mehrere Offiziere hätten sich vor Gericht verantworten müssen, darunter ein General.













