Nahost-Gipfel in Paris laut Israel verschoben

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Ein für kommende Woche in Paris geplantes Nahost-Gipfeltreffen von Israelis, Palästinensern und Ägypten ist nach israelischen Angaben verschoben worden. Die betroffenen Seiten hätten sich darauf verständigt, einen anderen Termin zu vereinbaren, erklärte das Büro von Israels Ministerpräsident Netanyahu am Samstag.
Der palästinensische Chefunterhändler Erekat bestätigte dies indirekt. Er sagte "die Fortsetzung der israelischen Kolonisierung" mache "sämtliche Friedensbemühungen zunichte, seien sie von (US-)Präsident Obama oder von (Frankreichs) Präsident Sarkozy".
Ohnehin habe die palästinensische Autonomiebehörde "keine offizielle Einladung mit einem genauen Datum für dieses Treffen" erhalten, sagte Erakat. Der Gipfel war für den kommenden Donnerstag geplant gewesen. Auf Einladung von Sarkozy sollten neben Netanyahu auch Palästinenserpräsident Abbas sowie Ägyptens Staatschef Mubarak teilnehmen. Das französische Präsidialamt hatte jedoch selbst am Freitag mitgeteilt, es gebe "ein großes Fragezeichen", ob das Treffen angesichts der Unterbrechung der direkten Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern stattfinden könne.
Die direkten Friedensgespräche waren Anfang September in Washington wieder aufgenommen worden. Wegen des Streits um den Bau jüdischer Siedlungen im Westjordanland und in Ostjerusalem sind die Fronten allerdings wieder verhärtet. Israel hatte Ende September einen Baustopp für jüdische Siedlungen auslaufen lassen und damit internationale Kritik ausgelöst. Am Freitag wurde bekannt, dass in Ostjerusalem fast 240 neue Wohnungen für Juden entstehen sollen. Daraufhin sagte Erekat, Israel sei damit verantwortlich für das Scheitern der Friedensgespräche.












