Verluste für Konservative in Tschechien
Klare Verluste für die konservative Demokratische Bürgerpartei (ODS) von Ministerpräsident Necas und Zugewinne für die oppositionellen Sozialdemokraten (CSSD) zeichnen sich bei den Kommunal- und Teil-Senatswahlen in Tschechien ab. In zwölf der 24 größten Städte des Landes war die CSSD klar in Führung, darunter in Brünn (Brno) und Ostrava.
Demgegenüber konnte die ODS auf einen Sieg in fünf von diesen 24 Städten hoffen, wobei sie die Hauptstadt Prag aber erstmals seit 1990 verlieren dürfte. In Prag war in Hochrechnungen die Partei TOP 09 von Außenminister Karel Schwarzenberg in Führung. Ihr Spitzenkandidat Zdenek Tuma könnte somit Prager Oberbürgermeisters werden.
Bei den Teil-Senatswahlen hat den Hochrechnungen zufolge kein Kandidat mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten, sodass in einer Woche in allen 27 Wahlkreisen, wo gewählt wurde, eine Stichwahl zwischen den zwei bestplatzierten Bewerbern der ersten Runde stattfinden wird. Die oppositionellen Sozialdemokraten (CSSD) haben dabei eine gute Chance, die Mehrheit in der zweiten Parlamentskammer zu erobern. Dazu brauchen sie den Sieg in zwölf Wahlkreisen. In rund 22 Wahlkreisen sind CSSD-Kandidaten in die Stichwahl gekommen. Die ODS-Kandidaten sind nur noch in etwa 15 Wahlkreisen weiterhin im Rennen.
Die Tschechen waren am Freitag und Samstag nach vier Jahren aufgerufen, über 6.200 Stadt-, Gemeinde- und Ortsvertretungen zu wählen. Bei den Senatswahlen wurde in einem Drittel der Wahlkreise - 27 von 81 - gewählt. Die Wahlbeteiligung lag nach vorläufigen Angaben bei rund 45 Prozent.













