Ex-Funktionär aus Nordkorea in Südkorea gestorben

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Der prominenteste und bisher hochrangigste nordkoreanische Überläufer, Hwang Jang-yop, ist im Alter von 87 Jahren in Südkorea gestorben. Die Leiche des früheren Parteifunktionärs des kommunistischen Nachbarlandes wurde nach Berichten des südkoreanischen Fernsehens am Sonntag in seiner Wohnung gefunden. Die Polizei vermutet als Todesursache einen Herzinfarkt.
Hwang, der sich vor 13 Jahren nach Südkorea abgesetzt hatte, hatte sich von einem Chefideologen Nordkoreas zu einem scharfen Kritiker des Regimes in Pjöngjang gewandelt. Der ehemalige südkoreanische Präsident Kim Young-sam bezeichnete Hwang in einer Erklärung als "großen Patrioten".
Nordkorea, das am Sonntag den 65. Gründungstag der kommunistischen Partei mit einer großen Militärparade feierte, hatte seit seiner Flucht wiederholt über die Staatsmedien mit der Ermordung Hwangs gedroht.
Anfang dieses Jahres hatte Nordkorea seine Morddrohungen gegen Hwang bekräftigt, nachdem dieser auf Vortragsreisen in den USA und Japan zu einer "ideologischen Kriegsführung" gegen Pjöngjang aufgerufen hatte. Hwang "wird nirgendwo sicher sein", hieß es auf einer offiziellen nordkoreanischen Internetseite. "Verräter" würden "immer mit Messern geschlachtet".
Hwang, einstmals Sekretär der herrschenden Arbeiterpartei Nordkoreas und Vorsitzender der Obersten Volksversammlung in Pjöngjang, hatte sich 1997 zusammen mit einem Mitarbeiter über China nach Südkorea abgesetzt. Seitdem hatte er das stalinistische Regime in Nordkorea immer wieder scharf kritisiert. Er wurde in Südkorea rund um die Uhr von Sicherheitsbeamten bewacht.












