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Zuletzt aktualisiert: 09.10.2010 um 16:52 UhrKommentare

Merkel und Erdogan für bessere Türken-Integration

Foto © APA

Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel und der türkische Ministerpräsident Erdogan haben zu einer besseren Integration der Türken in Deutschland aufgerufen. Es gebe noch unverkennbare Probleme, die gelöst werden sollten, sagte Merkel nach einem Gespräch mit Erdogan in Berlin. Beide Seiten wollen zum 50-jährigen Jubiläum der Gastarbeiteranwerbung im Oktober 2011 Bilanz ziehen.

Erdogan sagte, man wolle herausfinden, "wo wir angekommen sind und was wir noch tun könnten". Bei der Integration sei es wichtig, Werte und Lebensweisen der Gesellschaft, in der man lebe, zu respektieren und sich anzupassen. "Da bin ich selbstverständlich dafür, dass die Menschen türkischer Abstammung hier in Deutschland sich integrieren für ihr eigenes Glück."

Nach Merkels Worten geht es um Teilhabe am gesellschaftlichen Leben - etwa dem Erlernen der deutschen Sprache und dem Akzeptieren der Verfassung. Vor allem gehe es aber darum, dass Menschen türkischer Herkunft die gleichen Chancen hätten. Oft hätten diese Bürger eine geringere Ausbildung und beendeten seltener die Schule mit einem Abschluss. "Das möchten wir ändern", sagte die deutsche Kanzlerin. Der Schlüssel dazu sei Integration. "Assimilation steht überhaupt nicht auf der Tagesordnung."

Erdogan erklärte, um die Bildungschancen von Deutsch-Türken zu verbessern, solle in Istanbul eine türkisch-deutsche Universität und in Deutschland ein Pendant dazu gegründet werden. Der deutsche Bundespräsident Wulff hatte in seiner Rede zur deutschen Einheit jüngst betont, neben Christentum und Judentum gehöre auch der Islam zu Deutschland. Erdogan lobte, dass Wulff eine Realität angesprochen habe: "Ich erkenne das hoch an."

Quelle: APA

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