Israelische Soldaten töteten zwei Hamas-Mitglieder
Israelische Soldaten haben während einer Razzia in Hebron im südlichen Westjordanland zwei ranghohe Mitglieder der radikal-islamischen Hamas-Organisation getötet. Die beiden Männer waren nach Angaben der israelischen Armee an einem Terroranschlag beteiligt gewesen, bei dem am 31. August auf einer Schnellstraße nahe Hebron vier Israelis getötet wurden, unter ihnen eine schwangere Frau.
Der militärische Flügel der Hamas, die Al-Kassam-Brigaden, kündigte in einer Erklärung Vergeltung für die Tötung der zwei Führern an. In der Stadt Jebaliya im Gazastreifen nahmen Tausende an einer Trauerkundgebung teil. Der Hamas-Funktionär Mushir al-Masri sagte dabei, der Tod der beiden Männer sei "der Treibstoff für kommende Operationen". Er warf dem palästinensischen Präsidenten Abbas vor, den israelischen Einsatz gegen die Hamas-Mitglieder in Hebron ermöglicht zu haben.
Der Tod der beiden Kämpfer werde die Entschlossenheit zur Fortsetzung des bewaffneten Widerstandes gegen die Besatzungsmacht nicht brechen, sagte der Sprecher der Al-Kassam-Brigaden, Abu Obeida, in Gaza. Die Hamas werde trotz ihrer schwierigen Lage, der Razzien, Tötungen und Festnahmen zurückschlagen.
Nach palästinensischen Augenzeugenberichten hatten die israelischen Soldaten ein ganzes Stadtviertel in Hebron abgeriegelt und dann von Haus zu Haus nach Verdächtigen gesucht. Schließlich seien alle Angehörigen der Burqan-Familie aufgefordert worden, ihr dreistöckige Wohnhaus zu verlassen. Die meisten hätten die Anweisung befolgt. Die Soldaten hätten dann geschossen und die verbliebenen Männer zur Aufgabe aufgefordert.
Die Arabische Liga plädierte unterdessen für ein Ende der direkten Friedensgespräche zwischen Palästinensern und Israelis. Stattdessen wolle die Staatengemeinschaft Alternativen für den Friedensprozess formulieren, kündigte Generalsekretär Amr Mussa am Freitag an. Die direkten Verhandlungen trügen keine Früchte. Die Haltung der Israelis beschrieb Mussa als sehr negativ.












