Block 1 von AKW Temelin erhielt Lizenz bis 2020

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Das südböhmische Atomkraftwerk Temelin hat von der tschechischen Atombehörde SUJB die Genehmigung für den Betrieb seines ersten Blocks für weitere zehn Jahre erhalten. Dies teilte Kraftwerkssprecher Marek Svitak am Donnerstag mit. Die bisherige Lizenz wird am 11. Oktober ablaufen. Der Tschechische Energiekonzern CEZ hatte laut Svitak SUJB vor drei Monaten um die Verlängerung der Lizenz ersucht.
Aufgrund der Dokumente hinsichtlich der Bereitschaft der Anlage sowie des Personals und weiterer belegter Dokumente habe die SUJB beschlossen, den Betrieb des ersten Temelin-Blocks bis Oktober 2020 zu erlauben, so der Sprecher. Der erste Block war am 11. Oktober 2000 gestartet worden, indem die Spaltungsreaktion ausgelöst wurde. Mehr als zwei Monate danach wurde der Reaktor ans Netz angeschlossen. Der Block 2 wurde im Mai 2002 in Betrieb genommen.
Unterdessen wird ein Ausbau des Kraftwerks geplant - zwei weitere Blöcke sollen in Temelin gebaut werden. Seit August 2009 läuft schon ein Auswahlverfahren für den Lieferanten der Technologie. Drei Firmen sind an dem Auftrag interessiert: Westinghouse (USA), Areva (Frankreich) und ein vom russischen Staatsunternehmen "Atomstroiexport" angeführtes Konsortium. 2008 hatte der CEZ beim Prager Umweltministerium die Umweltverträglichkeitsprüfung für den Ausbau Temelins beantragt. "Die Geschichte Temelins beginnt, ein neues Kapitel zu schreiben", erklärte Svitak.
Ende Juni 2010 veröffentlichte das Ministerium im Rahmen des UVP-Verfahrens ein Expertengutachten, laut dem der Ausbau von Temelin weder die Umwelt noch die Gesundheit der Bevölkerung negativ beeinflussen werde. Ein offizieller Beschluss über den Bau der neuen Temelin-Blöcke wurde jedoch noch nicht gefasst. Dies wird von der jetzigen Regierung von Premier Necas erwartet.













