Kleinkrieg zwischen News-Gruppe und FPÖ
Zwischen der News-Gruppe und der FPÖ ist ein veritabler Kleinkrieg entbrannt. "News" thematisiert den "teuren Lifestyle" von Partei-Obmann Strache und berichtete von Ermittlungen der Finanzbehörden. Im Gegenzug warf FPÖ-Generalsekretär Vilimsky dem "News"-Redakteur Kuch vor, er habe versucht, Finanzbeamte zur Herausgabe von Straches Steuerakt zu bewegen. "News" droht mit einer Klage.
Das Magazin schreibt über angebliche Honorarzahlungen von "2.000 Euro pro Monat plus Umsatzsteuer", die Strache zusätzlich zu seinen Politikereinkünften erhalten haben soll, sowie über eine entsprechende Anzeige, anhand derer nun die Finanz ermittle. "Lügengeschichte", konterte Vilimsky: Der "News"-Redakteur versuche lediglich, an die Steuerakten Straches "heranzukommen, um eine wahlkampftaugliche Geschichte gegen ihn zu inszenieren". Darauf sei man schon vor einem halben Jahr von einem hohen Beamten des Finanzressorts aufmerksam gemacht worden. "Besonders im Burgenland soll Kuch versucht haben, Beamte - sagen wir mal - dazu zu 'verleiten', ihm die Steuerakte Strache auszuhändigen. Ich bin jederzeit dazu bereit, diese Aussage vor Gericht unter Eid zu wiederholen", so Vilimsky.
Das wiederum wollte die Verlagsgruppe News nicht auf sich bzw. ihrem Mitarbeiter sitzenlassen. Vilimsky bezichtige Kuch einer strafbaren Handlung, deshalb werde man rechtliche Schritte gegen die "unglaublichen und völlig substanzlosen Behauptungen" Vilimskys ergreifen, so Verlagsanwalt Ganzger. "Die FPÖ tut sich bekanntermaßen schwer mit der Pressefreiheit und stellt hier falsche Behauptungen in den Raum, um unabhängige Journalisten anzupatzen", ergänzte Chefredakteur Pelinka. "Diese Angriffe gehen ins Leere." Kuch gehörte übrigens zu jenen Magazinjournalisten, deren rechtlich nicht gedeckte Vernehmung in Sachen Hypo-Recherchen im Auftrag der deutschen Behörden die aktuelle Pressefreiheits-Debatte mit anfachten.












