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Zuletzt aktualisiert: 29.09.2010 um 08:54 UhrKommentare

FPÖ und SPÖ profitieren von Steirer-Ergebnis

Foto © APA

Die Auswirkungen der Steiermark-Wahl auf den Urnengang am 10. Oktober in Wien dürften recht gering ausfallen, glauben die Meinungsforscher. Am ehesten Schwung mitnehmen werde die FPÖ, bedingt auch die SPÖ. Das Halten der absoluten Mandatsmehrheit durch die SPÖ wird von den Experten nicht gänzlich ausgeschlossen.

Für die FPÖ legen sie die Erfolgslatte auf 20 Prozent, alles darunter wäre ein Flop, sagte etwa Peter Ulram (Fessel GfK) gegenüber der APA. Der FPÖ wird generell zugestanden, den meisten Wind aus dem steirischen Urnengang mitnehmen zu können. Wie Ulram sieht auch Peter Hajek (Public Opinion Strategies) die Erfolgshürde für den FPÖ-Spitzenkandidaten Strache bei 20 Prozent: "Wenn er die 20 überspringt, ist es als Erfolg zu werten." Der "Rückenwind für die FPÖ ist sicher", sagt auch David Pfarrhofer (market). Und auch für Wolfgang Bachmayer (OGM) nimmt die FPÖ "natürlich am meisten Schwung" aus dem steirischen Urnengang mit.

Dass die zu erwartenden FPÖ-Gewinne automatisch eine Ende der Absoluten für die Wiener SPÖ bringen, glauben die Meinungsforscher nicht unbedingt. Vom Steiermark-Ergebnis wird die SPÖ nach Meinung Bachmayers durchaus profitieren können. Vor allem in der Stadt Graz hätte die Sozialdemokratie ja "quasi nichts verloren". Der Wiener Bürgermeister Häupl könne daraus ableiten, dass die Chancen sehr gut stünden, so Bachmayer. Der OGM-Chef gibt allerdings zu bedenken, dass die steirische SPÖ in den obersteirischen Hochburgen teils stark verloren hat - man werde sehen, was das für die Wiener Hochburgen bedeutet.

Der ÖVP prognostizieren die Demoskopen keine großen Sprünge. "Das Niveau vom letzten Mal zu halten wäre ein Erfolg", so Hajek. Ulram sieht die Wiener Volkspartei in einem "schlechteren Zustand als die steirische". Und auch Pfarrhofer glaubt, dass es für die Volkspartei schwierig wird.

Die Grünen würden sicherlich versuchen, aus dem minimalen Plus bei der Steiermark-Wahl positive Rückschlüsse für Wien zu ziehen, so Bachmayer. Dem BZÖ trauen die Experten maximal Achtungserfolge zu.

Quelle: APA

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