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Zuletzt aktualisiert: 28.09.2010 um 13:23 UhrKommentare

Koalitionspoker in der Steiermark

Foto © APA

Der Regierungspoker nach der steirischen Landtagswahl geht am Dienstag weiter. Nachdem sich die SPÖ alle Optionen offenließ und sich die ÖVP zur Zusammenarbeit angeboten hat, treffen sich am Abend auch die möglichen "Königsmacher" von der FPÖ. Die Freiheitlichen wollen im Landesvorstand offiziell nicht über eine Kooperation mit der SPÖ sprechen. Das Thema wird aber wohl nicht ausgespart werden.

Es verdichten sich allerdings die Gerüchte, dass vor der wichtigen Wien-Wahl am 10. Oktober keine Entscheidung über die künftige Regierungszusammenarbeit fallen wird. Der steirische SPÖ-Chef Voves will erst das endgültige Endergebnis nächsten Montag abwarten, bis er Regierungsgespräche aufnimmt. Bis dahin lässt er sich alle Optionen offen - sowohl eine Neuauflage von Rot-Schwarz als auch eine Kooperation mit den Blauen sowie einen Pakt aller drei in der Proporz-Regierung vertretenen Parteien.

Die ÖVP hat sich als Partner bereits angeboten. Auch aus der FPÖ - vor allem aus Wien - gab es Signale in Richtung SPÖ. Parteichef Strache hofft auf einen mutigen Voves: "Ich würde mir wünschen, wenn Voves den Mut aufbringen würde, zu sagen: 'Ich könnte mir vorstellen, mit den Freiheitlichen ernsthafte Gespräche zu führen'", erklärte Strache. Voves würde sich massiv vom Wiener Bürgermeister Häupl und Bundeskanzler Faymann unterscheiden: "Das sind die beiden Ausgrenzungspatronen", betonte Strache.

Faymann will sich in die Koalitionsverhandlungen in der Steiermark nicht einmischen. Auf die Frage, ob er mit einem Arbeitsübereinkommen zwischen SPÖ und FPÖ Freude hätte, erklärte Faymann: Seine Haltung zur FPÖ sei bekannt. Damit sei alles über das Thema Freude gesagt. Häupl wird da deutlicher: Er habe zwar volles Verständnis dafür, dass sich Voves die maßlose Überheblichkeit der ÖVP nicht gefallen lasse, allerdings hätte er "null Verständnis" für eine Regierungsbildung von Sozialdemokraten und Freiheitlichen.

Unterdessen wird schon am Dienstag der größte Teil der Briefstimmen ausgezählt. 45.000 von insgesamt rund 63.000 ausgestellten Wahlkarten werden ausgewertet. Die Wahlbehörde hofft auf ein Zwischenergebnis bereits zwischen 18.00 und 19.00 Uhr. Mit dieser Auszählung dürfte man dem Endergebnis schon ziemlich nahe kommen.

Quelle: APA

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