Größte Roma-Siedlung in Mailand wird geschlossen
Der italienische Innenminister Maroni hat die Schließung der größten Roma-Behelfssiedlung in Mailand angekündigt, in der etwa 700 Personen leben. Die Siedlung soll bis Ende Oktober abgerissen werden. Roma mit Aufenthaltsgenehmigung sollen in Mailand Unterkunft erhalten, sagte Maroni. In den vergangenen Monaten waren heftige Roma-Proteste gegen Pläne ausgebrochen, die Bewohner zu entfernen.
Der Innenminister lobte den Einsatz der Gemeinde Mailand zur Integration der Roma und zur Bekämpfung illegaler Behausungen. "Mailand ist ein Modell für ganz Europa", versicherte Maroni. In den anderen legalen Roma-Siedlungen in Mailand dürfe niemand leben, der seine Kinder nicht zur Schule schicke und kriminell sei. "Diese Regeln sind für die Mailänder eine Sicherheitsgarantie", erklärte der Politiker der rechtspopulistischen Regionalpartei "Lega Nord".
Maroni will der Regierung Berlusconi und dem Parlament in den nächsten Tagen einen Gesetzesentwurf zur Ausweisung von EU-Bürgern vorlegen, wenn diese die Standards ihres Gastlandes nicht erfüllen. Der Minister gab zu verstehen, dass er vor allem auf Roma mit EU-Staatsbürgerschaft abziele. "Die Maßnahme ist besonders dringlich, da ab dem nächsten Jahr Länder wie Rumänien dem Schengen-Raum beitreten werden", sagte Maroni.












