Bund zahlt Frauen 15,9 Prozent weniger als Männern
Frauen in Vollzeit verdienen im Bund durchschnittlich 15,9 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Das geht aus dem Einkommensbericht des Bundesdienstes hervor, den Frauenministerin Heinisch-Hosek am Dienstag vorlegte.

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In der Privatwirtschaft verdienen Frauen 22 Prozent weniger. Die Einkommensunterschiede im Bund würden sich v.a. wegen des Altersunterschiedes bei Frauen und Männern ergeben.
Rund 40 Prozent der öffentlich Bediensteten sind Frauen. Die Gehaltsunterschiede variieren je nach Verwendung. So klafft die Einkommensschere am stärksten im militärischen Dienst mit 32,3 Prozent auseinander. Allerdings sind dort die weiblichen Bediensteten durchschnittlich 11,3 Jahre jünger als die Männer. Bei der Exekutive beträgt die Differenz beim Einkommen 23,3 Prozent bei einem noch höheren Altersunterschied von 12,5 Jahren.
In der allgemeinen Verwaltung verdienen Frauen um 22,3 Prozent weniger als Männer, Richterinnen und Staatsanwältinnen um 20,8 Prozent, Lehrerinnen 15,4 Prozent. In den Militärspitälern (dort sind Frauen durchschnittlich 2,1 Jahre älter als Männer) sind es nur mehr 2,4 Prozent, absolute Gleichbehandlung herrscht laut Einkommensbericht in der Schulaufsicht mit annähernd 0 Prozent.
Die ÖGB-Bundesfrauen haben derweil anlässlich des diesjährigen Equal Pay Day ihre Forderung nach einem Mindestlohn von 1.300 Euro brutto bekräftigt. Der Equal Pay Day markiert jenen Tag im Jahr, ab dem Frauen im Vergleich zu Männern bis Jahresende "gratis" arbeiten. Heuer fällt er auf den 29. September, bis Jahresende sind es noch 94 Tage. Im Vorjahr waren es 96 Tage. Österreich liegt, was die Einkommensschere betrifft, im Vergleich der EU-27 an vorletzter Stelle. Laut der Lohnsteuerstatistik beträgt der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern bei ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung 25,6 Prozent, erklärte ÖGB-Frauenvorsitzende Ruprecht.












