Hamas droht angeblichen Spionen mit Hinrichtung
Die im Gazastreifen herrschende Hamas-Organisation hat nach eigener Darstellung ein Netzwerk von Spionen für Israel zerschlagen. Der Sprecher der Hamas-Innenbehörde, Ihab al-Ghussein, drohte in Gaza den Festgenommenen mit der Hinrichtung. Die angeblichen Kollaborateure, darunter Frauen, haben nach Hamas- Darstellung ihre Taten gestanden und sollen nun formal vor Gericht gestellt werden.
"Die Zahl der Kollaborateure ist nicht groß, aber sie sind gefährlich", sagte Ghussein. Unter anderem soll der ehemalige Sprecher des Shifa-Krankenhauses in Gaza für Israel spioniert haben.
Die radikal-islamische Hamas hatte im Juni 2007 nach einem blutigen Putsch die Macht in dem kleinen Palästinensergebiet am Mittelmeer übernommen. Menschenrechtsorganisationen zufolge hat sie seitdem jede Opposition systematisch ausgeschaltet.
Die Hamas beschuldigt auch Mitarbeiter der ehemaligen Sicherheitskräfte von Palästinenserpräsident Abbas der Spionage für Israel. Sie sollen beispielsweise der israelischen Armee im Gazakrieg vom Jahreswechsel 2008/2009 Informationen zugespielt haben. Die israelische Armee soll auf diese Weise erfahren haben, wo sich Mitglieder militanter Gruppen aufhielten.













