Akademikerabgabe soll Finanznot der Unis lindern

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Eine "Akademikerabgabe" soll die Probleme bei der Finanzierung der Hochschulen lösen. Diesen Vorschlag machte der deutsche Bildungsökonom Dieter Dohmen bei einer Veranstaltung der Universitätenkonferenz in Wien. Hochschulabsolventen sollten sich verpflichten, befristet einen Prozentsatz ihres Einkommens an die jeweilige Uni zu bezahlen, schlug Dohmen vor.
Uniko-Chef Hans Sünkel bezeichnete dieses Modell als durchaus "diskutierbar", das Finanzierungsproblem der Unis könne aber "nur die öffentliche Hand lösen". Das würden Studiengebühren - in welcher Form auch immer - alleine nicht schaffen. Für Sünkel macht es erst dann Sinn, über eine Erhöhung der privaten Beteiligung zur Hochschulausbildung zu diskutieren, wenn die öffentliche Hand bereit sei, den seit Jahren unterfinanzierten Universitäten die erforderlichen Mittel aufzustocken.
Dohmen ist dagegen überzeugt, dass die - etwa durch wachsenden Qualifizierungsbedarf - absehbaren Finanzierungsprobleme der Hochschulen nicht durch öffentliche Mittel alleine gelöst werden könnten. "Das ist in Zeiten der Krise unrealistisch." Deshalb sei eine private Beteiligung an der akademischen Ausbildung unumgänglich.
Für ihn sollten nach einem Bachelor-Studium 3,6 Prozent und nach einem Master-Studium sechs Prozent des monatlichen Einkommens an die jeweilige Hochschule bezahlt werden. "Wer dann 2.000 Euro verdient, zahlt monatlich 120 Euro, wer 5.000 Euro verdient, zahlt 300 Euro als Akademikerabgabe", so Dohmen. Wird diese über sieben Jahre eingehoben, summierten sich die Einnahmen auf 10.000 bzw. 25.000 Euro.
Durch eine vertragliche privatrechtliche Verpflichtung könnte man sich dieser Zahlung auch nicht durch Abwanderung in ein anderes Land entziehen, was im Fall Österreichs wegen der vielen deutschen Studenten interessant sein könnte.












